Förderung

Folgende Möglichkeiten zur finanziellen Förderung der Seniorenbetreuung stehen Ihnen zur Verfügung:

Die „Verhinderungspflege“

Die Bezahlung einer Verhinderungspflege durch die Pflegekasse gibt Ihnen als pflegenden Angehörigen die Möglichkeit sich von der Pflegearbeit zu erholen und neue Energie zu tanken.

Die Verhinderungspflege ist in ihrem Anspruch auf vier Wochen im Kalenderjahr begrenzt. Die Leistungshöhe beträgt maximal 1.550 EUR pro Kalenderjahr unabhängig von der jeweiligen Pflegestufe.

Die Verhinderungspflege kann auch in mehreren Teilzeiträumen und stundenweise in Anspruch genommen werden. Für Tage, an denen die Verhinderungspflege nicht mindestens acht Stunden erbracht wird (so genannte „stundenweise Verhinderungspflege“), erfolgt keine Anrechnung auf die Höchstdauer von 28 Tagen im Jahr.

Seit dem 1.1.2013 können auch Menschen ohne Pflegestufe aber mit einem zusätzlichen Betreuungsbedarf (zum Beispiel durch eine Demenz) die Verhinderungspflege in Anspruch nehmen.

Von den rund 1,6 Millionen Angehörigen, die zu Hause pflegen, haben im Jahr 2010 nur knapp 34.000 Betroffene die Verhinderungspflege genutzt!

Voraussetzung, dass die Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden kann, ist nach § 39 Satz 2 SGB XI, dass die Pflegeperson vor der erstmaligen Verhinderung den Pflegebedürftigen mindestens sechs Monate in dessen häuslichen Umgebung gepflegt hat.

Beantragung: Das Antragsformular für die Verhinderungspflege erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse.

Leistungen bei Demenz durch die Pflegekasse

diese Leistungen erhalten Menschen mit Demenz oder geistig Behinderte und psychisch Kranke. Die Sätze liegen bei 100,- bei leichter Demenz, bzw. 200,- Euro pro Monat bei schwerer Demenzerkrankung (1200,- / 2400,- Euro pro Jahr).

Pflegegeld: Seit 1. Januar 2013 wird auch Patienten mit eingeschränkter Alltagskompetenz (z. B. Demenzkranke) Pflegegeld gewährt. Dies gilt auch, wenn noch keine Pflegestufe vorliegt.

Das Pflegegeld, wird gezahlt, wenn der Pflegebedürftige in einer häuslichen Umgebung von Angehörigen oder einer anderen selbst gewählten Person gepflegt wird.

Bitte sprechen Sie mit Ihrer Krankenkasse und Ihrem Steuerberater, welche Vergünstigungen und Leistungen Sie in Anspruch nehmen können.

Die Leistungsansprüche der Pflegekasse hängen davon an wie Ihre pflegebedürftigen Angehörigen vom MDK (medizinischer Dienst der Krankenkasse) durch einen Gutachter eingestuft worden sind. Dabei stellt dieser den Zeitbedarf für die persönliche Pflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung fest.

Auf dieser Basis entscheidet dann die Krankenkasse die Pflegestufe ein und somit die Leistungsansprüche für die häusliche Pflege die monatlich aus der Pflegekasse ausbezahlt wird.

 

  1. Pflegegeld     Pflegegeld bei Demenz
  2. 0                  ——               120€   bisher keine Ansprüche
  3. I                  235€               305€   bisher 235€
  4. II                440€               525€   bisher 440€
  5. III               700€               700€   gleich geblieben

 

Sie können über die Beträge der Pflegekasse frei verfügen, d. h., dass diese Beträge auch für den Einsatz der pflegeunterstützenden Haushaltshilfen aus Osteuropa verwendet werden dürfen, die Ihnen Komfort Betreuung vermittelt.

Die Hilfestellung in Zeitangaben für Pflege und Hauswirtschaft:

Pflegestufe I – erhebliche Pflegebedürftigkeit

 

  1. h. Hilfebedarf mindestens 90 Minuten pro Tag. Auf die Grundpflege müssen dabei mehr als 45 Minuten täglich entfallen

 

Pflegestufe II – schwere Pflegebedürftigkeit

h. Hilfebedarf mindestens 180 Minuten pro Tag mit einem Grundpflegebedarf von mindestens 120 Minuten täglich

 

Pflegestufe III – schwerste Pflegebedürftigkeit

h. Hilfebedarf mindestens 300 Minuten pro Tag. Der Anteil an der Grundpflege muss dabei mindestens 240 Minuten täglich betragen

Wenn der Pflegeaufwand das Maß der Pflegestufe III weit übersteigt, kann ein sogenannter Härtefall vorliegen. Sprechen Sie hierzu mit Ihrer Kranken- bzw. Pflegekasse.

Haftungsausschluss: Wir informieren Sie nach bestem Wissen und Gewissen über die möglichen finanziellen Zuschüsse, übernehmen jedoch keine Haftung für die angebotenen Informationen.

Bei Fragen wenden Sie sich an Ihre Krankenkasse, diese kann Ihnen nähre Details mitgeben.

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